Berlin, den 15.1.2026
Liebe Literaturschaffende,
im Herbst 2016 startete das schreiben&leben-Beratungsprogramm. Seit nunmehr fast zehn Jahren bieten wir Euch kostenlose Einzelberatungen zu allen Themen rund um die literarische Freiberuflichkeit an, und auch der Branchentreff Literatur geht im Mai bereits in die zehnte Runde. Daneben sind der Berliner Literaturkalender, die Webseite literaturstadt.berlin, das gemeinsame Ticketing-System sowie sporadische Infosessions, Gruppenberatungen sowie nicht zuletzt unser Newsletter als Informationsangebot für freie Literaturschaffende Bestandteile unseres Projekts.
Was Euch dabei normalerweise nicht interessieren muss: schreiben&leben basiert auf einer jeweils für drei Jahre bewilligten Projektförderung der Europäischen Union sowie des Berliner Senats. Alle drei Jahre stellen wir einen neuen Förderantrag, und nur eine kontinuierliche erfolgreiche Arbeit erhöht die Chancen auf eine erneute Förderung. Wird der Antrag bewilligt, so beginnt ein neues Projekt, das Bewährtes weiterentwickelt und neue Bestandteile ergänzt.
Ende Januar 2026 endet “schreiben&lebenPLUS” – im Februar beginnt dafür “schreiben&lebenExTRA – Expertise teilen, Resilienz aufbauen”.
Wir versuchen einerseits alles, damit der Übergang trotz bestimmter interner buchhalterischer Anforderungen für Euch reibungslos vonstatten geht. Dennoch gibt es eine kleine Lücke im Beratungskalender – bis etwa Mitte Februar sind leider keine Einzelberatungen möglich.
Andererseits nutzen wir die Gelegenheit des Projektwechsels, um nicht einfach genauso weiterzumachen wie bisher. Mit neuem Elan und frischem Blick versuchen wir das Angebot weiterzuentwickeln. Im folgenden gebe ich Euch einen Einblick, was sich verändern, im Idealfall verbessern wird.
Wie Sonne und Mond: Branchentreff und Winter School
Der jährlich im Mai stattfindende Branchentreff Literatur erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit bei den Teilnehmer*innen. Er war bisher alles in einem: Vernetzungsort, kulturpolitisches Diskussionsforum, Projektbasar, aber auch ein Ort, um in Workshops und Vorträgen sein fachliches Know-how zu verbessern. Das Programm ist mittlerweile so dicht und voll geworden (teilweise drei Angebote gleichzeitig!), dass wir darüber nachgedacht haben, das Angebot zu entzerren und zwei Veranstaltungen daraus zu machen: Beim Branchentreff (7.-9. Mai 2026) stehen nun verstärkt Vernetzung und Austausch im Mittelpunkt. Bewährte Formate wie das Barcamp oder das Speed-Matching finden hier weiter ihren Platz. Zusätzlich findet künftig Anfang November – zum ersten Mal am 6. und 7. November 2026 – die Winter School statt, ein zweitägiges Event mit längeren Workshops. Bei der Winter School werden Digitalität, KI und andere Zukunftsthemen, auf die sich literarische Freiberufler*innen immer wieder neu einstellen müssen, in aller Tiefe behandelt, was auf dem Branchentreff bisher nicht möglich war. Literarische Freiberufler*innen gehen so mit frischer Inspiration und neu erworbenem, profundem Wissen in die dunkle Jahreszeit.
Wir glauben, dass beide Formate einander bestens ergänzen werden.
Wissen fürs ganze Jahr: Neue Webinarreihe
Aber neuen Input gibt’s künftig nicht nur zweimal im Jahr: Eine neue Reihe mit 90-minütigen Webinaren zu berufsrelevanten Themen wird dafür sorgen, dass Ihr auch dann nützliche Fähigkeiten und Qualifikationen erwerben könnt, wenn gerade nicht ein Branchentreff oder eine Winter School ins Haus steht. Das Webinar-Format sorgt dafür, dass künftig noch mehr literarische Freiberufler*innen die Chance haben, an unseren Angeboten teilzunehmen.
Neues aus der Beratungsstelle: Offene Gruppenberatung und Info-Bytes
Wie viele von Euch bemerkt haben, erfreut sich unser Einzelberatungsprogramm stetig wachsender Beliebtheit. Die Kehrseite ist, dass Beratungen oftmals schnell ausgebucht sind und lange Wartelisten entstehen. Leider sind unsere finanziellen und zeitlichen Kapazitäten limitiert, so dass wir die Zahl der Einzelberatungen nicht unbegrenzt steigern können. Um in Zukunft wieder möglichst allen, die es brauchen, ein Angebot machen zu können, findet künftig jeweils Anfang des Monats eine offene Gruppenberatung vor Ort in unserem Beratungsraum in Berlin-Schöneberg statt. Hier können viele typische Fragen zu berufsrelevanten Themen bereits geklärt werden, so dass Ihr ab jetzt dafür nicht mehr ewig auf einen Einzelberatungstermin warten müsst. Sehr spezifische Fragen können dann weiterhin in den Einzelberatungen geklärt werden.
Zu Themen, die Viele interessieren, etwa aktuelle Stipendienausschreibungen, planen wir “Info-Bytes”: Einführende Kurzvorträge mit anschließender Q&A-Runde. Vertiefende Fragen können dann zeitnah in Einzelberatungsterminen geklärt werden.
Zweite Runde fürs Mentoring
Mitte 2026 geht unser Mentoring-Programm für Klassismus-Betroffene in die zweite Runde. Erneut werden 5 Autor*innen die Gelegenheit erhalten, ein Jahr lang intensiv von einem*einer betriebserfahrenen Mentor*in betreut und gecoacht zu werden. Die Rückmeldungen aus dem ersten Programmdurchlauf waren sehr positiv, jedoch wird das Programm in vielen Details weiterentwickelt. Wer die Ausschreibung nicht verpassen möchte, sollte den schreiben&leben-Newsletter abonnieren.
SuL beim Joggen: Der neue schreiben&leben-Podcast
Zu guter Letzt wollen wir die gesammelte Expertise unserer Berater*innen und anderer erfolgreicher literarischer Freiberufler*innen in Form eines regelmäßigen Podcasts aufbereiten. Insbesondere auf häufige Fragen und Herausforderungen von Berufsanfänger*innen wollen wir in diesem Rahmen eingehen, um die ersten Jahre in den literarischen Berufen zu erleichtern.
Wir hoffen, mit den neuen sowie den bewährten Angeboten Eurem Bedarf an fachlicher Unterstützung und Hilfe noch besser als bisher gerecht zu werden, so dass Ihr gestärkt und resilient durch die auch in unserer Branche stürmischen Zeiten kommt!
Herzlich
Euer Projektteam Selma, Laura, Magda und Moritz
PS: Für Euer Feedback haben wir stets ein offenes Ohr. Sagt uns gern Eure Meinung, entweder in den anonymen Feedbackbögen im Anschluss an unsere Veranstaltungen und Beratungen oder gern auch zwischendurch per Mail.
Headerfoto: (c) Natalia Reich


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