
Ich bin Karla Reimert Montasser, Dichterin, Übersetzerin, Festivalmacherin, Lyrik- und Märchenaktivistin, Poetische Bildnerin und engagiert im interreligiösen Dialog. Von früh bis spät denke und lebe ich das alles zusammen und es gibt nichts, was mich glücklicher machen könnte.
Beratungssprachen:
Deutsch, Englisch
Typische Beispielfragen bei Beratungen:
Wie finde ich Schulen, die sich für meine Arbeit interessieren? Welche Stiftungen/Programme gibt es? Wie ist die literarische Bildung organisiert? Was denkst du über mein Projekt aus Sicht von Jurys oder Programmverantwortlichen, welche Preise soll ich aufrufen? Wie bin ich innovativ? Wie fange ich eigentlich an? Was sind deine besten Tips? Ich habe ein Kinderbuch geschrieben – wie geht es jetzt weiter?
Hier bin ich online zu finden:
Welche Berufserfahrung bringst du in deinem Beratungsfeld mit?
Ich bin seit knapp zehn Jahren verantwortlich für den Bereich Poetische Bildung im Haus für Poesie und das Zebrino Kinderpoesiefilmfestival und seit acht Jahren für die AG Poetische Bildung/Kinderlyrik im Bundesverband Netzwerk Lyrik e.V. Ich bin außerdem Mitgründerin des Labels kook.e.V. und mache insgesamt seit über fünfundzanzig Jahren Nachwuchsförderung. (Ich bin zertifizierte Erwachsenenbildnerin und Coach). Mir geht es als Lyrik-Aktivistin wirklich darum, anderen nachhaltig zu helfen und die Literaturlandschaft zum Blühen zu bringen! Daher gehe ich intensiv auf Eure Fragen ein und bereite mich bestmöglich vor.
Welche besonderen Erfolge in deinem Berufsfeld kannst du aufweisen?
Seit ich elf Jahre alt war, wollte ich Dichterin werden. Ich war aber ganz allein und wusste nicht, wie. Als ich erwachsen war und Dichterin, habe ich dieser Elfjährigen in mir versprochen, dass niemand mehr mit seinem literarischen Talent allein bleiben soll! Ich hoffe, ich habe meinen Beitrag dazu geleistet, dass Spoken Word und Page Poetry näher zusammengerückt sind, dass wir mit dem Tübinger Protokoll einen Fahrplan für die Poetische Bildung bekommen haben, dass im Haus für Poesie der einzige Ort in Deutschland entstanden ist, an dem sich Kinder, Jugendliche und Heranwachsende kontinuierlich in Sprachkunst ausbilden lassen können und dass sich ganz viele tolle Kollegen und Kolleginnen miteinander vernetzt haben. Außerdem habe ich das Werk der Widerstandskämpferin Noor Inayat Khan übersetzt und versuche, ihr Leben und Wirken in Deutschland bekannt zu machen. Der vielleicht größte Erfolg aber ist, dass ich mit allen Mitgliedern meiner Familie die Leidenschaft fürs Wort und Worthalten teilen darf, ich also gar nicht mehr allein bin.
Was waren deine größten Herausforderungen während der ersten Jahre in deinem Beruf?
Mir selbst die Erlaubnis zu geben, Schriftstellerin zu sein. Ich glaube, ich habe erst mit Ende Zwanzig gesagt, dass ich “Dichterin bin”.
Welchen Rat gibst du allen Interessierten in deinem Berufsfeld?
Fang irgendwo an und liebe deine Fehler. Jeden einzelnen. Du kannst in ihnen schon deine spätere Handschrift erkennen…
Karla Reimert Montasser, geboren 1972 in Berlin, lebt als Dichterin und Projektmanagerin ebenda. Für ihre Arbeiten wurde sie vielfach ausgezeichnet, etwa mit dem Würth-Preis und dem Essay-Preis der Japanischen Botschaften. Sie studierte Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaften, Anglistik und Romanistik sowie vergleichende Religionswissenschaften in Berlin, Potsdam und Moskau. Sie ist Mitgründerin des KOOK-Labels, Vorstandsmitglied des KOOK e.V., Veranstalterin von Lesereihen und Literaturprojekten, z.B. Cloudpoesie: Dichtung für die vernetzte Gesellschaft. Sie ist zudem hza-zertifizierte Erwachsenenbildnerin und Kommunikationstrainerin. Als freie Organisations- und Unternehmensberaterin bei SPM 2000 arbeitete sie 12 Jahre lang für die Deutsche Bahn, die Deutsche Telekom, Eventim, den Berliner Senat, die ZLB und als Managerin kultureller Prozesse für Institutionen. Seit 2018 ist sie verantwortlich für den Bereich der Poetischen Bildung am Haus für Poesie und in diesem Rahmen für die Ausbildungsreihen, das Partizipative Programm, die Schulprogramme und alle Projekte der Kulturellen Bildung zuständig. Sie ist ständiges Mitglied der Jury des Berlin-brandenburgischen Jugendliteraturpreises THEO, sowie Gründungsmitglied und Vorstand des Netzwerk Lyrik e.V. und des Vereins zur Stiftungsgründung für die Widerstandskämpferin Noor Inayat Khan. Sie ist außerdem engagiert im interreligiösen Dialog und an der Suluk-Akademie ausgebildetes Mitglied des interreligiösen Inayati-Sufiordens.
