
Geboren 1983, aufgewachsen in und um Heidelberg. Nach der Schule folgte zunächst Arbeit ohne Ausbildung. Später Studium Geografie und Anglistik in Deutschland und Großbritannien.
Prosa, Lyrik und Essays erschienen in (Literatur-)Zeitschriften, Anthologien und online. Sebastian Schmidt schreibt für verschiedene Zeitschriften und ist Teil der Gruppe Other Writers Need to Concentrate, die sich kritisch mit dem Thema Care-Arbeit und Schreiben im Literaturbetrieb auseinandersetzt.
2022 erschien sein Lyrikband „so stelle ich mir den gesang von erst kürzlich mutierten finken vor“ im Verlag parasitenpresse (Köln). Für Gedichte daraus wurde er für den Dresdner Lyrikpreis 2022 nominiert. Sebastian Schmidt war Finalist des Lyrikpreis Meran und gewann den Medienpreis der italienischen Rundfunkanstalten (RAI) 2024. Der Lyrikband „abtauchen, egal“ wurde im Januar 2025 ebenfalls im Verlag parasitenpresse veröffentlicht.
Sein Romandebüt „Powerschaum“ erschien im Oktober 2025 im Verlag Das Wunderhorn (Heidelberg) und war bei den Debüts im Römer (Frankfurt) sowie beim Debütant*innenball Berlin vertreten.
Texte des Autors wurden ins Tschechische, Französische und Englische übersetzt. Sebastian Schmidt lebt in Würzburg.
Beratungssprachen:
Deutsch, Englisch, Niederländisch, u.U. Französisch
Typische Beispielfragen bei Beratungen:
Schreiben, Brotberuf, Care-Arbeit – wie bekomme ich das unter einen Hut? Wie gehe ich in Bewerbungen für Stipendien mit meiner Elternschaftum? Gibt es familienfreundliche Stipendien? Darf ich mein(e) Kind(er) zum Thema meiner Bücher machen? Wo sind Grenzen? Mutterschaft / Vaterschaft als belletristisches Sujet? Wie gehe ich mit Schuldgefühlen und Rollenkonflikten um? Wie reagiere ich auf übergriffiges Verhalten aus dem Literaturbetrieb? Arbeitsplatz / Haushalt: wie kann ich mich (räumlich) abgrenzen? Wie kann ich Veranstaltungen (mit Kind) wahrnehmen bzw. was sind Veranstalter*innen bereit zu geben?
Hier bin ich online zu finden:
Welche Berufserfahrung bringst du in deinem Beratungsfeld mit?
Ich arbeite seit 2018 als freiberuflicher Autor mit einem sogenannten Brotjob und habe drei Kinder (16, 14, 5 Jahre). Auch als Teil der Other Writers setze ich mich viel mit den Bedingungen auseinander, mit denen Autor*innen in Elternschaft konfrontiert sind. Zusammen mit Katharina Bendixen habe ich bereits Zoom-Beratungen zu Themen von Elternschaft und Autor*innenschaft durchgeführt. Zudem organisiere ich in Kooperation mit Literaturhäusern Lesungen, die sowohl Autor*innen, als auch ein Publikum mit Care-Arbeit mitdenken.
Welche besonderen Erfolge in deinem Berufsfeld kannst du aufweisen?
Wir haben mit den Other Writers viele Stipendiengeber*innen angeschrieben und uns ein Ranking ausgedacht, mit dem wir Stipendien auf Barrieren hin einschätzen. Einige haben die Problematik der Residenzstipendien daraufhin verstanden und ihre Auszeichnungen flexibler und care-freundlicher gestaltet. In Hamburg hat die Autorin Julia Ditschke gleich ein ganzes Stipendium ins Leben gerufen („Parents in Arts“). Aber auch Essays über Elternschaft und Autor*innenschaft im Verlag SUKULTUR und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sind Erfolge, weil im besten Fall für die Problematik sensibilisiert wird.
Was waren deine größten Herausforderungen während der ersten Jahre in deinem Beruf?
Alles unter einen Hut zu kriegen. Wie und wann und wie oft schreibt man, wenn man nebenher Haushalt, Kinder und einen Brotberuf hat, der das Existenzminimum in Phasen absichert, in denen die Literaturarbeit nicht oder noch nicht für alle genügt (keine Seltenheit)?
Welchen Rat gibst du allen Interessierten in deinem Berufsfeld?
Dinge sind vielleicht anders und schwierig, aber oftmals doch möglich.
