
Ich bin Autor, Literaturvermittler und Co-Verleger bei hochroth München. Ich schreibe vor allem Gedichte und Essays, entwickle Veranstaltungsformate, gebe Workshops, lektoriere Texte und moderiere Lesungen – am liebsten dort, wo Literatur in Bewegung gerät und Begegnungen möglich wird.
Beratungssprachen:
Deutsch, Englisch
Typische Beispielfragen bei Beratungen:
Alles rund um den Einstieg in die Buchbranche, um Förderungen oder praktische Fragen aus dem Literaturalltag: Welcher (Lyrik-)Verlag passt zu meinen Texten? Wie schreibe ich einen Förderantrag? Wie plane ich Workshops oder knüpfe Kontakte in der Berliner Literaturszene? Oder auch ganz konkret: Warum ist für Autor*innen eigentlich eine ISBN wichtig? Und was machen eigentlich Barsortimente?
Hier bin ich online zu finden:
Welche Berufserfahrung bringst du in deinem Beratungsfeld mit?
Ich kenne den Literaturbetrieb aus vielen Perspektiven: Nach einer Ausbildung zum Buchhändler in Tübingen habe ich am Deutschen Literaturinstitut Leipzig studiert, bei einer Kreativagentur gearbeitet, ein Praktikum in einer Literaturagentur gemacht und mehrere Jahre beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Berlin gearbeitet. 2016 erschien mein Konzeptband vom wuchern (gutleut Verlag), 2022 folgte das Langgedicht wir zaudern, wir brennen (Matthes & Seitz Berlin), das auch als Installation beim Poesiefestival Berlin gezeigt wurde. Seit über 15 Jahren konzipiere ich inklusive, mehrsprachige Schreibworkshops, unterrichte an Hochschulen und arbeite mit künstlerischen Mitteln in Communitys. Ein wichtiger Teil meiner Arbeit findet auch im Kollektiv statt: seit 2017 im hochroth-Verlagsnetzwerk, im Freundeskreis der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, in der Lyrikbuchhandlung zur Leipziger Buchmesse, mit dem Kapsel-Magazin, im Netzwerk Lyrik usw. Ich kenne also den Moment als Autor allein am Schreibtisch, weiß aber auch, wie es sich anfühlt, wenn man auf der Seite der Verlage oder Veranstalter*innen sitzt und verfolge schon lange das Ökosystem des Buchmarktes mit all seinen Beteiligten und Dynamiken.
Welche besonderen Erfolge in deinem Berufsfeld kannst du aufweisen?
Natürlich freut mich Anerkennung für meine eigenen Texte und die ist für mich auch wichtig, um weiterschreiben zu können. Aber ich bin ebenso stolz, wenn ich bei der Entstehung von Räumen beteiligt bin, in denen neue Stimmen hörbar werden und Menschen durch Texte miteinander in Kontakt kommen. Wenn solche Begegnungen funktionieren, ist das für mich ein Erfolg.
Was waren deine größten Herausforderungen während der ersten Jahre in deinem Beruf?
Den eigenen Platz zu finden und Strukturen zu schaffen, in denen ich gerne arbeite. Heute wechsle ich gerne zwischen den Stühlen, sitze mal auf der Bühne und lese eigene Texte oder darf im Hintergrund werkeln. Genau diese Beweglichkeit genieße ich.
Welchen Rat gibst du allen Interessierten in deinem Berufsfeld?
Wenn es das, was du suchst, noch nicht gibt – mach’s selbst. Und bevor du dich allein aufreibst: Such dir Kompliz*innen. Ich habe verschiedene Netzwerke und Vereine mitgegründet und weiß, wie viel leichter und schöner es wird, wenn man die Dinge gemeinsam angeht.
