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Katharina Bendixen

Katharina Bendixen
(c) Gert Mothes

Ich lebe als freie Autorin in Leipzig und schreibe Bücher für Erwachsene (Edition Nautilus), Jugendliche (Mixtvision) und Kinder (Klett Kinderbuch). Den Wechsel zwischen den Genres finde ich sehr bereichernd. Als Ausgleich zur ruhigen Arbeit am Schreibtisch lese ich meine Texte besonders gern in Grund- und weiterführenden Schulen vor.

Beratungssprachen:
Deutsch

Typische Beispielfragen bei Beratungen:
Welche Zahlungen stehen mir als KSK-Versicherter/m in Mutterschutz und Elternzeit zu? Schreiben, Brotberuf, Care-Arbeit – wie bekomme ich das unter einen Hut? Wie kann ich mich (auch räumlich) abgrenzen? Wie gehe ich in Bewerbungen für Stipendien mit meiner Elternschaft um? Gibt es familienfreundliche Stipendien? Darf ich mein(e) Kind(er) bzw. meine Elternschaft zum Thema meiner Bücher machen? Wo sind Grenzen? Wie gehe ich mit Schuldgefühlen und Rollenkonflikten um? Wie kann ich (mit Kind) Literaturveranstaltungen wahrnehmen?

Hier bin ich online zu finden:

Welche Berufserfahrung bringst du in deinem Beratungsfeld mit?
Ich bin seit fast zwanzig Jahren freiberufliche Autorin. 2016, also rund zehn Jahre nach Beginn meiner Freiberuflichkeit, habe ich mein erstes Kind bekommen und kurz darauf das zweite. Ich bin jeweils nach sechs Monaten an den Schreibtisch zurückgekehrt und habe weiterhin publiziert, aber ich habe die ersten Jahre der Elternschaft als sehr überfordernd empfunden. Gemeinsam mit Kolleg*innen habe ich 2020 die Initiative other writers need to concentrate (www.other-writers.de) gegründet, bei der wir uns mit den komplexen Verbindungen zwischen Autor*innenschaft und Elternschaft beschäftigen. Durch die theoretische Beschäftigung mit diesem Thema, den Austausch mit Kolleg*innen und auch durch die tagtägliche Praxis konnte ich eine Haltung zu der Doppelrolle als Autorin und Mutter entwickeln – diese zwei Rollen schließen einander keinesfalls aus, auch wenn viele Menschen (auch im Literaturbetrieb) das immer noch behaupten. Mein letzter Erzählband handelt sogar ausschließlich von (meiner) Elternschaft – ein Thema, über das ich lange gar nicht publizieren wollte.

Welche besonderen Erfolge in deinem Berufsfeld kannst du aufweisen?
Für meine Texte habe ich zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien erhalten, u.a. ein Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds (2021/22), die Kinder- und Jugendliteraturresidenz in Echternach/Luxemburg (2023) und das Albrecht-Lempp-Stipendium (2025). Mein Jugendroman »Taras Augen« (Mixtvision, 2022) ist Pflichtlektüre in allen sächsischen Oberschulen.

Was waren deine größten Herausforderungen während der ersten Jahre in deinem Beruf?
Den Glauben nicht zu verlieren, dass meine Texte aufgeschrieben werden müssen, auch wenn sie nicht so sehr wahrgenommen werden, wie ich mir das vielleicht wünsche. Eine gute Balance zwischen Brotjob und Schreiben zu finden. Vor Lesungen nicht zu aufgeregt zu sein.

Welchen Rat gibst du allen Interessierten in deinem Berufsfeld?
Finde Kolleg*innen, die dieselben Interessen haben wie du, und tausche dich regelmäßig mit ihnen aus.