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Kooperationsprojekte

Lots:innen in die Freie Szene – Multilinguale Fachtage und Gallery Walk 2021

Auch in der Freien Szene sind Teilhabemöglichkeiten für alle noch lange nicht erreicht. Für viele transnationale und interkulturelle Kulturschaffende stellt schon der Zugriff auf relevantes Wissen ein großes Hindernis auf dem Weg in die freien Netzwerke und Strukturen dar. Offizielle Beratungsangebote sind oft ausschließlich auf deutsch oder allerhöchstens auf englisch verfügbar, der Zugang zu den Beratungsstrukturen wird durch Formalien erschwert und die Berater:innen sind in ihrer Praxis oftmals nicht ausreichend sensibilisiert. Durch die Einschränkungen im Zuge der Pandemie-Eindämmung und die damit kurzfristig erfolgenden dramatischen Veränderungen grundlegender Regelungen werden Zugänge zusätzlich erschwert.

In Berlin hat ein spartenübergreifendes Pilotprojekt 2019 dazu beitragen, die Berliner Unterstützungsstrukturen für die Bedarfe transnationaler und interkultureller Künstler:innen zu sensibilisieren. Im Anschluss an das Pilotprojekt wurden viele der Maßnahmen fortgeführt, z. B. durch die Beauftragung neuer Berater:innen oder die Erweiterung der Beratungsprogramme. Das Projekt „Lots:innen in die Freie Szene – Multilinguale Fachtage und Gallery Walk“ möchte diesen Ansatz 2021 bundesweit fortsetzen.

Konkret sollen im Laufe des Projekts:

  • 6 bis 12 transnationale/interkulturelle Kunst- und Kulturschaffende mit spezifischer Sprachkompetenz als Lots:innen in die Freie Szene gewonnen sowie bei Interesse als Vermittler:innen / Berater:innen in die vorhandenen Unterstützungsstrukturen eingebunden werden;
  • 5 bis 8 multilinguale digitale/analoge Fachtage/Arbeitstreffen von den Lots:innen konzipiert und begleitet werden, die sich in Zusammenarbeit mit regionalen Beratungsstrukturen und Communities direkt an die transnationalen und interkulturellen Künstler:innen richten;
  • eine multilinguale Informationssammlung zu bestehenden Strukturen der Freien Szene entstehen, die wichtige Adressen, Webseiten und kurze Informationen zu Beratungsstrukturen und Anlaufstellen bietet;
  • ein Online Gallery Walk als Austausch- und Vernetzungsformat konzipiert und koordiniert werden;
  • eine kontinuierliche Arbeitsgruppe für Mitarbeiter:innen von Beratungsstrukturen, Anlaufstellen und Mitgliedern von Initiativen und Community-Organisationen initiiert werden.

Das Projekt „Lots:innen in die Freie Szene – Multilinguale Fachtage und Gallery Walk 2021“ wird durchgeführt durch das Performing Arts Programm des LAFT Berlin in Kooperation mit den Beratungsstrukturen schreiben & leben der Lettrétage, Music Pool Berlin und der initiative neue musik berlin. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste im Rahmen von Neustart Kultur aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Lots*innen

Die Pilotphase des Projekts „Lots*innen in die freie Szene Berlins“ ist erfolgreich verlaufen!
Im Jahr 2019 fanden zahlreiche mehrsprachige Info-Veranstaltungen, Einzelberatungen und Workshops für transnationale Künstler*innen und Kulturschaffende statt. Ein wichtiger Bestandteil war zudem die Recherche und Aufarbeitung von mehrsprachigen Informationen zu Beratungsstrukturen, Netzwerken und Anlaufstellen sowie von Tipps für neu in Berlin angekommene Künstler*innen aus dem arabischen, asiatischen, frankophonen, polnischen, türkischen und russischen Sprachraum. Die Künstler*innen und Kulturproduzent*innen Marwa Almokbel, Charlotte Bomy, Anastasia Gorokhova, Urszula Heuwinkel, Steve Mekoudja, Defne Sahin und Frederika Tsai haben jeweils in ihrer Sprache Angebote, Anlaufstellen, Netzwerke und Wissenswertes rund um die Tätigkeit als freischaffende Künstler*innen in Berlin recherchiert und zusammengestellt.

Über „Lots*innen in die freie Szene Berlins“

Das Pilotprojekt „Lots*innen in die freie Szene Berlins 2019“ war die erste Kooperation des Performing Arts Programm des LAFT Berlin mit den Beratungsstrukturen Music Pool Berlin, Lettrétage (Projekt Schreiben & leben) und der Künstler*innenberatung im Kulturwerk des bbk berlin.

„Lots*innen in die freie Szene“ unterstützt transnationale Künstler*innen, Literat*innen, Musiker*innen, darstellende Künstler*innen und Kulturschaffende dabei, im hiesigen Kulturbetrieb Fuß zu fassen, und möchte dazu beitragen, die hier vorhandenen Unterstützungsstrukturen interkulturell zu sensibilisieren. Die Lots*innen sind mehrsprachige, erfahrene und in der Berliner freien Szene gut vernetzte transnationale Künstler*innen. Sie stehen neu in Berlin ankommenden Künstler*innen für persönliche Einzelberatungen in der jeweiligen Sprache sowie E-Mail-Beratungen zur Verfügung, bieten Infoveranstaltungen an, begleiten sie bei Bedarf zu entsprechenden Beratungsterminen, erleichtern ihnen den Einstieg in die Szene durch Informationen zu bestehenden Angeboten und helfen ihnen bei Fragen rund um die Freiberuflichkeit in Deutschland, relevante Netzwerke und Themen wie der Künstlersozialkasse weiter.

Die Lots*innen sind:
Frederika Tsai, Chinesisch
Marwa Almokbel, Syrisch-Arabisch
Anastasia Gorokhova, Russisch
Urszula Heuwinkel, Polnisch
Defne Sahin, Türkisch
Charlotte Bomy und Steve Mekoudja, Französisch

Beratungstermine können vereinbart werden unter lotsinnen(at)pap-berlin.de