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Die Referent*innen des Branchentreffs: Giulia Silvestri, Werner Rätz und Anne Löhr

Diese drei Referent*innen werden dieses Wochenende auf dem Fünften Branchentreff Literatur „Vor|care|ungen. Freiberuflich mit Zukunft“ drei vollkommen unterschiedliche Ansätze vorstellen, mit denen die Freie Literaturszene unterstützt werden soll.

Kennen Sie beispielsweise den Berliner Literaturkalender? Darin finden sich die Veranstaltungen der großen Berliner Literaturhäuser, aber auch die kleiner, freier Veranstalter. Für Literaturbegeisterte bietet er eine riesige Übersicht über die Vielfalt des literarischen Angebots in Berlin. Damit leistet der Kalender einen wichtigen Beitrag für die Soloselbstständigen der Berliner Literaturszene. Giulia Silvestri wird ihn am Samstag vorstellen.

Warum ist dein Workshop-Thema wichtig für Literatur-Freiberufler*innen?

Neben den Literaturhäusern sind in Berlin viele Freiberufler*innen für die Organisation toller Veranstaltungen unterwegs: Für sie bietet sich nicht unbedingt viel Platz, um ihre Events zu bewerben. Der Berliner Literaturkalender (sowohl in seiner aktuellen digitalen Newsletter-Form als auch der vergangenen bzw. zukünftigen Form als A1-Plakat) bietet eine kostenlose, regelmäßige Möglichkeit, Literaturveranstaltungen aller Arten sichtbarer zu machen. Er bietet eine tolle Möglichkeit die freie Literaturszene zu unterstützen!

Worauf freust du dich am meisten auf dem Branchentreff?

Ich bin seit dem ersten Branchentreff im Jahr 2016 dabei und freue mich jedes Jahr ein bisschen mehr darauf! Er bietet einfach eine tolle Gelegenheit zusammenzukommen, sich über aktuelle, wichtige Themen auszutauschen, und zwar in einem Bereich, in dem das nicht selbstverständlich ist. Ich freue mich darauf dabei zu sein, auf interessante Gespräche, nützliche Hinweise, freundliche Gesichter u.v.m.!

© privat
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Haben Sie sich schon Mal gefragt, welche Auswirkung das Bedingungslose Grundeinkommen für Ihre Tätigkeit als freie*r Literaturschaffende*r hätte? Werner Rätz hält es für ein wichtiges Instrument für eine stabile, gute Arbeitssituation. Zusammen mit Lena Tietgen wird er am Sonntag dazu referieren.

Warum ist dein Workshop-Thema wichtig für Literatur-Freiberufler*innen?

Freiberufler*innen haben immer ein unregelmäßiges, schwer voraussehbares Einkommen; bei literarisch Tätigen kommt dazu, dass es in der Regel sehr gering ist. Auch das Urheberrecht stabilisiert eher die Verlage als die Schreibenden. Deshalb wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen eine wichtige Voraussetzung dafür, das Autor*innen ohne Existenzangst schreiben könnten.

Und worauf freust du dich am meisten auf dem Branchentreff?

Ich bin sehr gespannt auf den Aspekt BGE und Verlagswesen, da ich selbst auch als Autor in dem Bereich aktiv bin. Einige Verlage bzw. ihre Leiter*innen oder Verantwortlichen sind zum Thema BGE sehr engagiert, trotzdem ist der Absatz der Titel überschaubar. Kann man da systematisch etwas besser machen?

© privat
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Wir freuen uns sehr, mit Diplom Psychologin und Musikerin Anne Löhr eine Referentin zu haben, die eine ganz andere Perspektive auf mentale Erkrankungen in der Kreativbranche aufzeigen kann. Sie berät deutschlandweit Künstler*innen, Bands, Einzelpersonen und Teams der Musik-und Kreativbranche zur psychischen Gesundheit sowie Persönlichkeits- und Teamentwicklung. Anfang 2020 gründete sie den „Mental Health in Music“ Verband, der sich zur Sichtbarmachung, Aufklärung und Verbesserung der psychischen Gesundheit in der Musikbranche einsetzt.

Warum ist dein Workshop-Thema wichtig für Literatur-Freiberufler*innen?

Über mentale Gesundheit zu sprechen und aufzuklären ist für alle kreativen Branchen relevant, besonders jetzt in der Krise. Je mehr wir wissen und je früher wir uns austauschen und sensibilisieren, desto besser kann jedem und jeder geholfen werden.

Worauf freust du dich am meisten auf dem Branchentreff?

Ich freue mich, dass die unterschiedlichen kreativen Branchen sich vernetzen und ich mein Know-How zu psychischen Belastungen und Prävention und Hilfsangeboten in kreativen Berufen weitergeben kann. Und natürlich auf die Gespräche, die Vernetzung und die gegenseitige Inspiration.

© Mental Health in Music-Verband
© Mental Health in Music-Verband

Das vollständige Programm zum Fünften Branchentreff Literatur finden Sie hier.

Hier können Sie sich anmelden.

Der Branchentreff Literatur findet im Rahmen des Projekts schreiben & leben des Literaturhauses Lettrétage e. V. statt und wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa sowie dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

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